Mittwoch, 27. Juni 2018

1831 ff - Geschichte der ehemaligen Leichenhalle im Stadtpark

Gründlicher Aufsatz von Barbara Krohn, Almanach 1998, S. 67 ff

Der Kindergarten in der Leichenhalle

Erzählt die Geschichte der ehemaligen Leichenhalle im Stadtpark bis 1998.

Inhaltswiedergabe in Stichworten:

Aufsatz beginnt mit historischer Entwicklung: die beiden Lazarusfriedhöfe und die gemeinsame Leichenhalle mit je einer Säulenhalle zu beiden Friedhöfen hin.

1527 ev. Friedhof im heutigen Stadtpark

1712 westlich davon, der kath. St. Larzarus-Friedhof (Ort: heutiges OBAG-Gebäude)

Die beiden Friedhöfe grenzten ab 1827 nur durch eine Mauer getrennt direkt aneinander.

1831/32 Bau der ersten Leichenhalle Regensburgs genau zwischen den beiden Friedhöfen, gemeinsame Benutzung für katholischen und evangelischen Friedhof.

1908 bis 1910 wurde Stadtpark umstrukturiert und neu bepflanzt, ein Teil der Gräber beider Friedhöfe wurde aufgelöst oder verlegt, wenige Steine belassen.

Ende 19. Jahrhd. wurde Verlegung der Friedhöfe beschlossen . Evang. Friedhof ist bereits seit 1898 geschlossen, die letzte Bestattungen auf kath. Friedhof war 1909. Man ging von einer Auflassung der Friedhöfe in 10-bis 20 Jahren aus und ging auch davon aus, dass die Leichehalle abgerissen wird.

Sie wurde aber dann doch nicht abgerissen, 1935 wurde das Gelände der beiden Friedhöfe von der Stadt gekauft aber nicht weiter benutzt.  Ab Anfang fünfziger Jahre wurde das Gelände in den Stadtpark einbezogen.

Ende der Fünziger erhielt die Jeunesses musicales die Möglichkeit, die Räume zu benutzen. Jazz, zeitgenössische Musik, Klassik, Kabarett. Jeder Mittwoch Clubabend. Besucher waren hauptsächlich junge Leute, große Resonanz.,

Ab 1963 "Jugend musiziert".

Ab Beginn der 70er immer weniger Clubabende, Ortsgruppe löste sich auf, daher  halbtags Vermietung an Kinderspielgruppe. Ab 1972 aber, mit Ausweitung des Kindergartens auf ganze Tage (und Gründung des Kindergartenvereins) musste Mischnutzung aufgegeben werden (das erlaubte das Kindergartengesetz nicht).

Danach dann reine Nutzung der ehemaligen Leichenhalle nur für den Kindergarten bis zum Zeitpunkt des Aufsatzes (1998)

Die beiden folgenden Pläne stammen nicht aus dem Aufsatz, sondern sind Ausschnitte aus meiner eigenen Stadtplansammlung, auf denen ich die Leichenhalle markiert habe:

1812, die Leichenhalle existiert noch nicht

1910