Dienstag, 25. Februar 2014

1536 - Hans Mielich, Vanitas, vor dem Kloster St. Emmeram


Hans Mielich "Vanitas. Im Hintergrund das Kloster St. Emmeram (Regensburg)"

 


Jahr: 1536



Das Bild zeigt einen schlafenden Knaben, der sich auf ein eigenartiges Kissen gebettet hat: ein Totenschädel. Der Schädel wird  zum Teil durch ein kostbares Tuch bedeckt. 
Das Stundenglas, das der Putto zwischen seinen Beinen hält, ist  Symbol der Vergänglichkeit.
Ebenso die verloschene Kerze, deren Docht noch glimmt. 
Motive dieser Art waren in der Zeit um den Dreißigjährigen Krieg beliebt. 
Thema ist die Nichtigkeit menschlichen Strebens. 
Ein dunkelgrüner Vorhang, der von fremder Hand zur Seite geschoben wurde, gibt im Hintergrund des Bildes den Blick auf die Klosteranlage von St. Emmeram in Regensburg frei.



Zum Bild

Zum Künstler:


Hans Mielich. Selbstporträt oder Bildnis eines unbekannten Zeitgenossen (Mitte des 16. Jahrhunderts)

Hans Mielich
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Hans Mielich oder Zentz (* 1516 in München; † 10. März 1573 ebendort), auch Muelich oder Müelich genannt, war ein deutscher Maler und Zeichner der späten Renaissance, der vor allem für seine Porträts, Miniaturen und Buchmalereien bekannt wurde. Er wirkte über 30 Jahre lang als Maler des wohlhabenden Bürgertums in München und gilt bis in die Gegenwart als einer der bedeutendsten bildenden Künstler in der Geschichte der Stadt. Das bekannteste Werk seiner Schule ist der Hochaltar des Liebfrauenmünsters von Ingolstadt.

Leben

Er wurde als Sohn des seit 1509 in München nachgewiesenen Stadtmalers Wolfgang Mielich geboren und erhielt seine erste Ausbildung in dessen Werkstatt, wo er ab 1528 u. a. mit Ludwig Refinger und Barthel Beham in Kontakt kam.

Um 1536 ging er nach Regensburg, wo er unter dem Einfluss Albrecht Altdorfers und der Donauschule stand. Spätestens 1540 kehrte er nach München zurück, 1541 reiste er auf Veranlassung Herzog Wilhelms IV. von Bayern nach Rom. Nach seiner Rückkehr blieb Mielich für den Rest seines Lebens in seiner Vaterstadt ansässig. Am 11. Juli 1543 nahm ihn die Münchener Malerzunft auf.

Durch die Bekanntschaft zu dem kunstverständigen Albrecht V., der ihm ab 1545/46 mehr und mehr Aufträge zukommen ließ und mit dem ihn bald eine enge Freundschaft verband, wurde Mielich zu einem geschätzten Hofmaler, dessen künstlerischer Horizont und Bildung über die damals übliche Zunftpraxis hinausgingen und ihm den Anschluss an die wohlhabenden Patrizier erlaubten. 1558 wählte ihn die Zunft zum Führer. Ein um 1570 in Liegnitz nachgewiesener und 1613 gestorbener namensgleicher Hofmaler Herzog Heinrichs XI. war wahrscheinlich Mielichs Sohn.


Artikel in der Mittelbayerischen Zeitung:

http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/artikel/gastauftritt-fuer-das-kloster-st-emmeram/992383/gastauftritt-fuer-das-kloster-st-emmeram.html